Ein Netzmittel, fachsprachlich Adjuvant oder Zusatzstoff, wird der Spritzbrühe beigemischt. Es senkt die Oberflächenspannung des Wassers. Die Spritzflüssigkeit verteilt sich dadurch gleichmäßiger auf dem Blatt, haftet besser und dringt leichter ein. Das Pflanzenschutzmittel selbst bleibt unverändert, es kommt nur besser dorthin, wo es wirken soll.
In der Praxis heißt das für Herbizide, Fungizide und Insektizide:
- Gleichmäßige Verteilung auf der Blattoberfläche, auch bei wachsigen oder behaarten Blättern.
- Bessere Anhaftung der Wirkstoffe, damit weniger abperlt.
- Rascheres Antrocknen und höhere Regenfestigkeit nach der Ausbringung.
- Weniger Abdrift beim Feinsprühen, etwa im Obst- und Weinbau.
Netzmittel sind kein neues Thema. Neu ist, wie sehr Effizienz zählt: Wirkstoffmengen sinken, Auflagen steigen, jede Überfahrt kostet. Ein Netzmittel, das die Ausbringung sicherer macht, ist deshalb heute Teil einer sauberen Anwendung.